Der RHC Wimmis ist im Viertelfinal der WSE-Trophy am grossen Favoriten Hockey Sarzana gescheitert. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel verloren die Berner Oberländer auch das Rückspiel in Italien mit 1:5, konnten dem Profiteam aber über weite Strecken Paroli bieten und sammelten wertvolle internationale Erfahrung.
Wimmis startete mutig in die Partie und liess sich vom hohen Anfangstempo der Gastgeber nicht beeindrucken. Die Defensive stand kompakt, Torhüter Joel Iseli zeigte mehrere starke Paraden und auch offensiv kam Wimmis früh zu Abschlüssen. In der 11. Minute dann der verdiente Lohn: Nach einem schnellen Konter setzte sich Sandro Meier entschlossen durch und traf zur Wimmiser Führung – die gut gefüllte und zuvor sehr laute Halle verstummte kurzzeitig.
Sarzana reagierte mit einem Timeout und erhöhte in der Folge den Druck. Nach 15 Minuten gelang den Gastgebern der Ausgleich, als Spielmacher Xavier Rubio Jan Munné im Strafraum bediente, der sich clever zum Abschluss brachte. Wimmis hielt weiter solidarisch dagegen, musste kurz vor der Pause aber dennoch den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Erneut war es Munné, der im Nachsetzen zur Führung und zum Pausenstand von 2:1 traf.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte Wimmis eine disziplinierte Leistung und konnte Sarzana zunächst erneut rund zehn Minuten vom eigenen Tor fernhalten. In der 37. Minute setzte sich dann Lucas Tabarelli über die Seite durch und traf zum 3:1. Nur Sekunden später folgte der nächste Rückschlag: Tabarelli packte den Hammer aus und traf mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel zum Doppelschlag.
Trotz des wachsenden Rückstands kämpfte Wimmis weiter und versuchte, dem hohen Tempo der Italiener standzuhalten. Kurz vor Schluss setzte Jan Munné mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt. Der junge Spanier lupfte den Ball technisch stark von hinter dem Tor hoch und traf sehenswert zum Endstand von 5:1.
Wimmis konnte über längere Phasen mit dem professionell aufgestellten Gegner mithalten und zeigte insbesondere in der Defensive eine geschlossene Teamleistung. Letztlich machte Sarzana mit konstant hohem Tempo, individueller Klasse und zwei Doppelschlägen den Unterschied klar und zog verdient in den Halbfinal der WSE-Trophy ein. Für den RHC Wimmis endet damit eine starke internationale Kampagne, in der mit dem Sieg gegen CP Roubaix ein französischer Vertreter ausgeschaltet werden konnte. Auch wenn im Viertelfinal die Grenzen aufgezeigt wurden, bleibt diese Europacup-Reise eine wertvolle Erfahrung – insbesondere für die vielen jungen Spieler im Wimmiser Kader.
Hockey Sarzana: Simone Corona, Alessandro Grossi; Santiago Manrique Esquibel, Lucas Ezequiel Tabarelli, Davide Borsi, Xavier Rubio Civit, Lorenzo Angeletti, Jan Munné Mas, Alessio Lavagetti, Francesco De Rinaldis; Sergio Festa (Coach)
RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Pinheiro da Costa; Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Brand, Jonathan Pfaehler, Simon Brand, Patrick Wittwer, Loris Thönen; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)
Schiedsrichter: Fernando Vasconcelos, Silvia Coelho
Tore: 0:1 / S. Meier (10:46), 1:1 / J. Munné (15:05), 2:1 / J. Munné (17:52), 3:1 / L. Tabarelli (36:47), 4:1 / L. Tabarelli (37:10), 5:1 / J. Munné (49:26)





