Ein intensives Derby kurz vor Weihnachten endet mit einem verdienten Heimsieg für den RHC Wimmis. In einer umkämpften Partie, die lange offen bleibt, überzeugt das Heimteam vor allem mit Geschlossenheit und Disziplin – und sichert sich drei enorm wichtige Punkte im direkten Duell um die Playoff-Plätze.
Wimmis übernimmt von Beginn an die Initiative und setzt früh das erste Ausrufezeichen. Bereits nach knapp zwei Minuten schaltet das Heimteam schnell um, Sandro Meier kommt frei zum Abschluss und zieht aus der Halbdistanz kompromisslos ab. Sein präziser Schuss bringt die frühe Führung. Der Treffer verleiht den Wimmisern Sicherheit, Ball und Tempo liegen fortan mehrheitlich bei den Gastgebern. Thunerstern agiert offensiv zurückhaltend, kann sich jedoch auf Torhüter Simos Panagopoulos verlassen, der sein Team mehrfach im Spiel hält. Auf der Gegenseite präsentiert sich auch Pedro Costa hellwach und entschärft die wenigen Abschlüsse der Gäste souverän. Eine Überzahlsituation kurz vor der Pause bleibt ungenutzt, sodass es mit einem knappen, aber verdienten Vorsprung in die Kabinen geht.
Nach dem Seitenwechsel tritt Thun deutlich aktiver auf und zwingt Wimmis vermehrt zu Defensivarbeit. Das frühe Timeout von Trainer Rui Ribeiro bringt die nötige Ordnung zurück, das Heimteam findet wieder besser in die eigene Struktur. Die Partie bleibt intensiv und ausgeglichen, ehe Wimmis in der Schlussphase den entscheidenden Nadelstich setzt. Nach einem Angriff über die Seite setzt sich Keita Graf durch, hebt den Ball technisch stark an und vollendet volley zur viel umjubelten Zwei-Tore-Führung.
Thun geht nun volles Risiko und öffnet Räume – die Wimmiser nutzen dies konsequent. Jonathan Brand fängt einen Ball ab, zieht alleine davon und schliesst den Konter rund eineinhalb Minuten vor Schluss abgeklärt zum 3:0 ab. Der späte Anschlusstreffer der Gäste fällt nach einem abgefälschten Abschluss von Gian Rettenmund und bleibt reine Resultatkosmetik.
Am Ende steht ein verdienter Derbysieg, getragen von konsequenter Defensivarbeit, hoher Laufbereitschaft und einem starken Pedro Costa im Tor. Mit diesen drei Punkten klettert der RHC Wimmis auf Rang zwei der Tabelle und setzt seine starke Phase fort. Nach dem Cup-Halbfinaleinzug gegen Münsingen gelingt auch in der Meisterschaft ein wichtiger Schritt nach vorne – der Playoff-Kampf ist lanciert.
Bereits am darauffolgenden Tag stand für die Wimmiser das Rückspiel im Achtelfinal des Europacups gegen den CP Roubaix aus Frankreich auf dem Programm.
RHC Wimmis: Pedro Filipe Pinheiro da Costa, Joel Iseli; Jonathan Brand, Simon Brand, Dario Bühler, Keita Graf, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Patrick Wittwer; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)
SC Thunerstern: Simos Panagopoulos, Nicola Tommasi; Gian Gempeler, Jonas Schädeli, Jan Schober, Gian Rettenmund, Raphael Rettenmund, Tiago Manuel Ferreira de Sousa, Sven Schenk, Cedrik Wagner; André Pereira (Coach)
Schiedsrichter: Steff Jordi, César Augusto Salgueiro Torres
Tore: 1:0 / S. Meier (01:52), 2:0 / K. Graf (43:22), 3:0 / J. Brand (48:24), 3:1 / G. Rettenmund (49:22)
Strafen: 1 x 2 Min. SC Thunerstern





